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Infinitum immerdar?

Hier sitz ich nun und blättere durch Sophias Facharbeit. „Nahtod“ ist das Thema, welches auch flux einen Gedanken, den viele andere auch haben werden in mir aufkeimen lässt:
Was mache ich eigentlich nach der Rente?
Nun gehe ich mal davon aus, dass ich leider auf die schützende Hand der heiligen römisch katholischen Kirche verzichten muss. Schade, aber was soll man machen? So was führt ein Austritt nun mal mit sich. Faktisch bedeutet das nichts mehr als ein staatliches Begräbnis bzw., was mir mehr zusagen würde eine Einäscherung. Das heißt ich muss leider auf den verbitterten Mann im Armani-Kartoffelsack-Look verzichten. Stattdessen wird wohl ein Verwandter oder Freund die Grabrede halten müssen… Was für ein abwegiger und anmaßender Gedanke… Ironie beiseite! Mal im Ernst, der Gedanke, dass ein Freund ein paar nette Worte zum Finish findet, ist doch wesentlich angenehmer als dass ein fremder sich anmaßt euer Leben zu kommentieren?! Und wo wir schon mitten im Szenario sind: Ob ich ein Ehegrab bekommen könnte? Wie dem auch sei auf die Fragen wollte ich nicht mal hinaus.
Was passiert wenn ich weg vom Fenster bin? Ich bin kein Freund des Nihilismus. Also werde ich nicht umkippen und das wars. Genauso wenig werde ich aber mit einer Harfe bewaffnet auf einer Wolke sitzen. Bis jetzt habe ich auch noch keinen grünen Punkt auf meiner Seele gefunden. Also nix mir gelber Tonne und Reinkarnation. Auf die Beschreibungen eines 2200 Jahre alten Bestsellers springe ich auch nicht besonders an. Trotzdem Danke das du nachgeguckt hast Sophia!
Im Hades wird auch nicht mehr viel los sein… Genauso wenig in Niflheim. Und Osiris hat auch schon länger ausgedient. Aber wo komme ich denn dann hin? Von mir aus nachdem ich der Lichtgestalt durch den Tunnel hinterher gedackelt bin. Verschmelzen mit einem höheren Wesen und mein individuelles Dasein aufgeben, lieber als göttliches Kollektiv leben? Niemals! Dann doch lieber an der Spitze der Seraphim gegen irgendwelche Dämonen kämpfen. Dann würde es wenigstens nicht langweilig in der Ewigkeit. Und bevor ich in einer heilen Welt ohne Schmerz und Abwechslung lebe nehm ich auch lieber noch die andere Seite in kauf. Hauptsache es gibt mich noch, vor allem individuell. Ob sich das wohl machen lässt? Ansonsten komm ich noch mal wieder und bleibe dann für immer…
1.3.06 21:24


Streikbrecher

Meine erste wirkliche Demonstration!
Rund 1000 Leute, grob über den Daumen gepeilt haben dran teilgenommen, ich mittendrin. Eine Stunde durch Düsseldorf krebsen und sich dabei die Lunge durch die billigen funktionsfreie Pfeife pußten. Zwischen durch geplagt von Schwindelanfällen, aber hey das ist ein kleiner Preis, den zahlt man gern! Die Stimmung war klasse und man hatte ausnahmsweise wirklich mal das Gefühl, dass das was man tut 1. durchaus ernst genommen wird, Beweis dafür waren hunderte grüner Männchen am Straßenrand, und 2. endlich mal zu sagen was einen stört und nicht nur murrend in der Ecke zu sitzen und zu jammern.
Dieses Erlebnis durfte ich 10 netten und 2 doch irgendwo desinteressierten Schülern unserer Schule genießen! Davon 2,56% unserer Stufe, um es mal in eindrucksvollen Zahlen zu zeigen.
Was für ein jämmerliches Bild! Ich will nicht undankbar sein, immerhin irgendein Bild, aber liebe Leute, was für ein Witz?!
Ich weiß, ich weiß, die SoWi-, Mathe-, Deutsch-, Englisch-; oder Bioklausuren wollen alle in den nächsten Tagen geschrieben werden, aber: Ist es so unmöglich lächerliche 45 Minuten Unterricht zu Hause nachzuholen? Ich glaube nicht, zumindest nicht für alle. Und ich bin sicher, dass allein 30 Leute unserer Stufe als geschlossene Gruppe ein ziemlich gutes Bild abgegeben hätten. Und wenn ich dann in der Schule noch ein entnervtes "Schon wieder?! Bow näää wofür dass denn???",höre weil wieder einer mit nem Unterschriftenzettel angerückt komme, diese Personen dann aber TROTZDEM unterschreiben, denke ich echt manchmal: "Hallo?! Dann lasst es lieber!". (Dennoch ihr seid Teil von 15.000 weiteren Unterschreibern! Hoch lebe der Gruppenzwang!!)
Wie dem auch sei habe ich mich selbst nicht gerade mit Ruhm bekleckert, denn wir sind alle was früher gegangen. Die Bahn war Schuld! Welch lächerliche Ausrede...
Und ihr könnt mir glauben ich habe ein ziemlich schlechtes Gewissen, so als Streikbrecher. Ich will auch bestimmt nicht den großen Revoluzzer raushängen lassen. Der bin ich nämlich mit Sicherheit nicht. Ich hab eh unterdurchschnittlich viel Ahnung von Politik etc. (traurig) aber so ein Teilnahmsminimum bringe ich dann doch, finde ich.
Kaum ein Trost ist, dass sich die Demo wohl kurz danach aufgelöst haben muss, denn wer weiß wieviele andere noch da geblieben wären, wären wir noch geblieben usw.: Butterflyeffect.
Die milde Strafe kam schnell: eine Stunde auf dem Grevenbroichener Bahngleis, weil die Bahn ausgefallen ist.
14.3.06 22:44


Kunst und Kirche

Arbeitsaufgabe:
Erstelle eine "Anti-Tüte"!
Meine Antwort darauf: eine Lümmeltüte. Für alle, für die der Begriff neu ist, unter Lümmeltüte versteht man ein Kondom. Ich sage das nur, weil mir der Begriff bis vor einiger Zeit selbst nicht bekannt war...
Ein süßes blaues Kondom mit kurzen Henkeln, die in der Komplementärfarbe gehalten sind. Das kleine Accessoir soll ja schließlich auffallen. Dann noch gefüllt mit ein bisschen Wasser, damit die Form zur Geltung kommt und man auch wirklich erkennt, dass man es mit einem Kondom zutun hat, und fertig ists.

Erweiterte Aufgabenstellung:
Photographiere dich mit deiner Tüte in der Öffentlichkeit!
So oder zumindest so ähnlich war wohl der Wortlaut der Aufgabe, die mich dazu trieb nach Ewigkeiten mal wieder in die Kirche zu traben. Schnell noch die Jojo unter den Arm geklemmt und ab.
Denn welcher Ort wäre für ein Shooting mit einer KONDOM-Tüte besser geeignet als die Kirche? Das wäre wohl auch die einzige Verwendung von Kondomen, die die Kirche unterstützen würde. Also ist meine Anti-Tüte in deren Augen wahrscheinlich eine normale Tüte, oder wäre es am liebsten.
Aber in den Augen normaler Menschen, die keinen Spaß an ungewollter Schwangerschaft, AIDS, Tripper oder Syphilles habe, ist meine Lümmeltüte dann doch ziemlich anti. Denn die eigentliche Funktion, nämlich einen bestimmten Inhalt aufzufangen und sicher zu lagern wird durch die Löcher für die Henkel und die wahrscheinlich doch ziemlich störenden Henkel ruiniert.
Aber dann der Vorführeffekt. Die übliche Nervosität vor einem Shooting: Zittrige Hände, Alles. Ausserdem kein Licht in der Kirche und das obwohl in 20 Minute eine Messe stattfinden sollte... Das war allerdings das kleinste Problem. Das ausstaffieren der Anti-Tüte mit Wasser erwies sich als äußerst schwierig. Und so geschah was geschehen musste: Die Henkel hielten dem Gewicht nicht stand und ein halbes Glas Wasser ergoss sich in der vordersten Reihe. Ein verzweifelter Versuch die Tüte zu reanimieren, scheiterte an der Dunkelheit. In der Hoffnung die rechts von uns betende Frau hätte nichts gemerkt schlichen wir uns also wieder nach drausen um der Tüte wieder ihre eigentliche Schönheit zurück zu geben. Natürlich direkt in die Arme von frommen Neuankömmlingen die sich wahrscheinlich die Plätze in jener ersten Reihe sichern wollten. Die Reparatur war nicht mehr das riesen Problem, dabei aber begleitet von entweder tötenden Blicken oder Grinsen der Pilger.
Noch war nicht ganz so viel los also wieder rein gehetzt.
Mittlerweile war auch das Licht an. Und zu diesem Licht, die Sprichwörtlichen Motten, in Form von Messegängern. Damit war mein Plan, soweit ich an meinem Leben hänge und das ist der Fall, mich vor den Altar zu stellen und da zu knipsen wohl gelaufen. Alternative: Der Mittelgang, im Hintergrund das große Kreuz... Postiert, gelächelt, aber die gute Kamera mit Jojo dahinter wollte nich so recht. Die ersten erstaunten Blicke von neuen Kirchgängern. Immer noch kein Bild... Böse Blicke... Mein verkrampftes Lächeln und ein "Jojo mach hinne" durch die Zähne gezischt... Kein Bild... Ein tötender Blick von einem auf mich zukommendem Mann... BLITZ! Amen! Im Sprint den Mittelgang frei gemacht. Noch ein letztes schnelles Bild an den Taschen (Tüten)-haltern einer Kirchbank und mit einem erleichterten Lachen raus aus dem Schuppen.
Vielen lieben Dank nochmal Jojo!!!!!
16.3.06 13:23


Paradox

Unglaublich: meine Faulheit hat ein derartiges Ausmaß angenommen, das ich fleißig werde.
Wie sieht das aus?
Ich habe heute meine Hausaufgaben gemacht. Nicht mal schlecht. Und ich habe fast zwei Stunden dran gesessen...
Daran ist soweit ja noch nichts faul, will ich wohl meinen! Aber der Grund für diesen Fleiß ist, dass ich mich in der Schule, beim abschreiben in den Pausen nicht stressen will...
Ist dass noch zu fassen? Nicht aus Wissbegierigkeit oder guter Noten wegen mache ich meine Hausaufgaben, nein sondern nur damit ich in der Schule mehr von den Pausen habe.
Wie ist das möglich?
Es ist mir ein Rästel. Hätte ich das Bedürfnis gehabt, die Hausaufgaben zu machen, damit ich dabei was für die Klausur lerne, hätte ich es verstanden. Hätte ich das Bedürfnis gehabt, die Hausaufgaben zu machen, damit ich denen, bei denen ich immer abschreibe, nicht noch mehr auf die Nerven gehe, hätte ich es verstanden. Hätte ich das Bedürfnis gehabt, die Hausaufgaben zu machen, damit ich mit dem guten Gefühl einschalfen kann, alles erledigt zu haben, hätte ich es auch verstanden, aber so NICHT!
Was hab ich schon groß von den fünf Minuten Pause? Nichts! Abschreiben ist also eine sinnvolle Beschäftigung wenn man bessere Pläne für den Nachmittag hat!
Und selbst dafür bin ich zu faul?
So faul, dass ichs lieber zwei Stundne zu Hause mache, statt fünf Minuten in der Schule?
Übel!!!!
23.3.06 17:57





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